Zwickauer Filmnächte - Programm am Freitag, 6. August 2010


Programmübersicht

20.00 Uhr: Frühlingssinfonie
22.00 Uhr: Vier Minuten


20.00 Uhr: Frühlingssinfonie


Deutschland 1983, Spielfilm, Laufzeit ca. 103 min., FSK 6
Filmproduktion mit deutscher Starbesetzung, Herbert Grönemeyer als Robert Schumann

„Frühlingssinfonie“ ist ein Film der Leidenschaften. Er erzählt die Liebesgeschichte zwischen Clara Wieck (Nastassja Kinski) und Robert Schumann (Herbert Grönemeyer), aber auch die Geschichte der Hassliebe zwischen Schumann und Friedrich Wieck (Rolf Hoppe), dem Vater Claras, der seiner Tochter in mehr als väterlicher Liebe verbunden ist. Indem er ihre Karriere betreibt, will er sich selbst als Künstler verwirklichen. Was wäre Wieck ohne Clara? Was würde aus Schumann ohne sie? Eine Leidenschaft haben alle drei: die Musik. Der Kampf, den die beiden Männer um Clara führen, ist zugleich ein Kampf verschiedener Kunst- und Lebensstile,
ein Kampf der Generationen. Schumanns voreheliches Leben, seine wechselnden Liebschaften, seine exzessiven Klavierübungen, die bis zur Selbstverstümmelung führen, seine frühe, manisch-fiebrige Musik stehen in krassem Kontrast zum traditionellen Virtuosentum, das Wieck mit seiner Tochter glänzend manifestiert.

Bilder zum Film

 

Bernhard Wicki als Baron von Fricken mit seiner Adoptivtochter Ernestine (Sonja Tuchmann)
Der Komponist Robert Schumann 1842 - Herbert Grönemeyer als Robert Schumann in "Frühlingssinfonie"
Gidon Kremer als Paganini

 

Nastassja Kinski (Clara Wieck) und Herbert Grönemeyer
Nastassja Kinski als Wunderkind Clara Wieck
 

 


22.00 Uhr: Vier Minuten


Deutschland 2006, Spielfilm, Deutscher Filmpreis 2007
Laufzeit ca. 110 min., FSK 12
Mit Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung in den Hauptrollen

Seit mehr als 60 Jahren gibt die Pianistin Traude Krüger Klavierunterricht in einem Frauengefängnis. Eine Schülerin wie Jenny hatte sie noch nie. Verschlossen, unberechenbar, zerstörerisch und früher ein musikalisches Wunderkind. Sie könnte es schaffen, einen bedeutenden Klavierwettbewerb zu gewinnen, an dem sie trotz ihrer Haftstrafe teilnehmen darf. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb wird zum Kräftemessen zwischen der aufsässigen Jenny und ihrer strengen preußischen Klavierlehrerin – ein Lebens- und Liebesduell, das bis zum tiefsten, innersten Schmerz der beiden Frauen vordringt. In einem furiosen Finale bleiben Jenny vier Minuten, um etwas zu tun, was niemand, nicht einmal Traude, von ihr erwartet. Chris Kraus erzählt in seinem zweiten Kinospielfilm leidenschaftlich, kraftvoll und mit großer Nähe zu seinen Figuren von der Begegnung zweier ungleicher Frauen, von Auflehnung und Hingabe, Schmerz und der Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit – und von der ungeheuren Kraft der
Musik, die nicht versöhnt, aber den Kern der Freiheit in sich trägt. Inmitten eines hochkarätigen Ensembles mit Richy Müller, Jasmin Tabatabai, Vadim Glowna, Sven Pippig und Nadja Uhl begeistern die beiden Hauptdarstellerinnen Monica Bleibtreu als Traude und die Kinoentdeckung Hannah Herzsprung in der Rolle der Jenny mit ihrem atemberaubend intensiven und wahrhaftigen Spiel. „Dieses Weltkino-Werk ist ein wundervolles Erlebnis, so dunkel wie ein Film von Ingmar Bergman oder Rainer Werner Fassbinder. Das Finale gipfelt in einer absolut phänomenalen, vierminütigen, radikalen Bearbeitung von Schumanns A-Moll Konzert.“
Los Angeles Journal

Bilder zum Film