Rückblick - XVI. Internationaler Robert-Schumann-
Wettbewerb für Klavier und Gesang

Der XVI. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau hatte neben den Preisträgern noch eine Reihe weiterer Sieger: das Publikum, andere Teilnehmer, die Veranstaltung selbst und damit auch Robert Schumann. Die elf Tage waren ein ganz außergewöhnliches Erlebnis für alle Beteiligten.

 

Die 16. Auflage des Schumann-Wettbewerbs hat zweifellos ihr Ziel erreicht. 134 Künstler aus 29 Ländern haben sich intensiv mit Werken des großen Romantikers befasst. Das waren mehr als bei den beiden vorherigen Auflagen und nicht nur bei den Preisträgern fiel auf, dass sich vergleichsweise junge Sänger und Pianisten der Herausforderung stellten –
das Durchschnittsalter von 24 lag dreieinhalb Jahre niedriger als 2008. Bemerkenswert war ebenfalls, dass sich erstmals Künstler aus der Türkei und Ägypten beteiligten. Ein türkischer Sänger erreichte dabei die Endrunde und erhielt damit ein Diplom.

Die Teilnehmer ließen sich von der Geburtsstadt Schumanns und der Atmosphäre des Wettbewerbs inspirieren. Neben den Preisträgern blieben auch viele andere bis zum Schluss. Immer wieder wurde die starke Anteilnahme der Einheimischen und Gäste als angenehmes Markenzeichen Zwickaus gelobt. Umgekehrt zeigten sich die Zuhörer dankbar und begeistert von den Vorträgen der Künstler. Dies drückte sich auch beim Preisträgerkonzert aus, als das Publikum die jungen Sänger und Pianisten mit minutenlangem Applaus und Bravo-Rufen feierten wie schon lange nicht mehr. Es gibt allen Grund zu hoffen, dass neues Interesse an Schumann geweckt wurde, auf beiden Seiten, bis hin zu Faszination.

 

Ursprünglich waren zum XVI. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau 2012 43 Pianisten,
91 Sänger und Sängerinnen und 55 Klavierbegleiter gestartet. In die zweite Runde kamen 21 Pianisten,
28 Sänger und 24 Klavierbegleiter aus immerhin noch 19 Ländern. Im Finale trat nur bei den Sängern die Maximalzahl von sechs Teilnehmern gegeneinander an, bei den Sängerinnen und den Pianisten erreichten jeweils nur fünf Teilnehmer das Finale. Die Länderzahl blieb mit weiterhin elf Ländern gut verteilt.

Philipp Förster (nach www.schumann-portal.de, mit freundlicher Genehmigung)